Huntington Gardens VI

Öl auf Leinwand, 140x90 cm, 2012

Detail VX

Öl auf Leinwand, 40x40 cm, 2012

Huntington Gardens IV

Öl auf Leinwand, 160x95 cm, 2012

 

Continued on page 190

(2017), silkscreen on Munken paper 

 

 

The limited surfaces of canvas and the intense study of ordering systems within a painting, such as frames, planes, and displays, led Sandra Pulina to her recent silkscreen series. Interested in how external systems structure and control content and information, Sandra worked with a found handwritten collection of notebook pages. Containing personal observations of stock market developments, algorithms as well as mathematic formulas, this collection is reminiscent of the masses of data every person collects within a lifetime of being tracked by credit card data, internet traffic, social media, etc. Printing the pages in color in silkscreen, the numbers become ornaments and the layering of several pages over each other makes it impossible to decipher the codes – an overflow of information or a new ornamental system?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Huntington Gardens

(2012-2015), Öl auf Leinwand

 

Die Gemäldereihe Huntington Gardens von Sandra Pulina untersucht die Potentiale einer formal-abstrakten Gestaltung malerischer Oberflächen gerade dadurch, dass sie räumliche Objekte in ihre Komposition integriert. Sie verwandelt museale Objekte aus den Vitrinen eines Museums in vokabelhafte Chiffren und inszeniert so mit kühler Berechnung ein Gegenspiel von Bild und Abbild in ihren Tafeln. Sie unterstreicht dieses Experiment zwischen Abstraktion und Figuration, Außenbezug und künstlerischer Selbstbefragung, in dem sie zwei kleinere Tafeln in ihre Versuchsreihe einfügt, die wie Ableitungen des Bildinventars der größeren Gemälde wirken. Was im Bild ein bloßer Code sein könnte, wird ausgekoppelt an der Wand zum räumlichen Objekt. Wem soll man nun glauben? Der Chiffrenerzählung im Großen, der Illusion malerischer Selbständigkeit im Kleinen? Pulina lässt die Frage offen und unterminiert so den Mythos, Malerei sei eine abgeschlossene Angelegenheit an weißen Wänden.

 

Gerrit Gohlke und Dr. Gail B. Kirkpatick